Mitarbeiter ausbilden, Frauen fördern
Eines der ärmsten Länder Afrikas ist die Zentralafrikanische Republik. Die wirtschaftliche Situation ist sehr schlecht, Gehälter werden nicht gezahlt, Schulen werden geschlossen. Aus dem benachbarten Kongo strömen täglich neue Flüchtlinge
ins Land.
Doch trotz dieser überaus angespannten Situation wachsen die Baptistengemeinden erstaunlich schnell und zählen heute ca. 60 000 Mitglieder, davon etwa 20 000 in der Hauptstadt Bangui. Rainer Chrupala, unser „Regionaler Repräsentant für das zentrale Afrika“, berichtet über seinen Besuch im Februar dieses Jahres: „Ein Beispiel ist die Gemeinde Ngoubagara in Bangui. Sie zählte 1976 ca. 800 bis 1 000 Mitglieder. Heute sind es etwa 5 000 mit einem Freundeskreis von ca. 10 000. Zur Gemeinde gehören 14 Stationen. Am Sonntag trifft man sich zu drei Gottesdiensten, die jeweils in englisch, französisch und in der Sangosprache stattfinden. Gegen Ende eines Gottesdienstes wird regelmäßig zur Entscheidung aufgerufen. Bei meinem Besuch meldeten sich 35 Personen.“
Überall in Afrika wachsen die Gemeinden. Überall werden Leiter, Lehrer, Katecheten und Pastoren gebraucht. Deshalb unterstützen wir in der Zentralafrikanischen Republik das Seminar in Bangui, die „Ecole de Théologie Evangélique Bangui“ (ETEB), und die beiden Bibelschulen in Kaga Bandoro und Kembe.
Ein ganz wichtiges Projekt ist darüber hinaus das „Maison Dorcas“ in Bangui, eine diakonische Arbeit mit dem Ziel, Frauen zu fördern. Mit der Unterstützung des „Weltgebetstags der Frauen“ sowie von Frauen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland konnte 1989 diese Bildungsstätte gebaut werden. Drei Jahre lang werden Frauen hier ausgebildet, um dann als „Multiplikatorinnen“ für eine noch weitergehende Bildungsarbeit unter den Frauen überall im Lande zu wirken. Am gerade laufenden Kurs, der Mitte Oktober vergangenen Jahres begonnen hat, nehmen 25 junge Frauen teil.
Bild: Mitarbeiter in Bangui, vorn rechts Rainer Chrupala
Manche dieser Frauen nehmen für ihre Ausbildung kilometerweite Fußmärsche auf sich und halten trotz der schwierigen Bedingungen durch. Zusätzlich werden auch Kurzkurse durchgeführt für Frauen vom Lande. Bei Ausstellungen und Basaren werden dann die angefertigten Handarbeiten und Eigenprodukte verkauft, die den Frauen damit zusätzlich eine kleine Einnahme für sich und für ihre Familien verschaffen.
JA, da will ich helfen!
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